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Kälber halten
Kälberhaltung|04.11.2025

Kälber halten

Die Kälber gut unterbringen

Aussenklimahaltung oder Warmstall, Einzelhaltung oder Gruppenhaltung – Eine erfolgreiche Kälberaufzucht lässt sich grundsätzlich verschiedenen Stallvarianten realisieren.

Aussenklima senkt Keimdruck

Im statistischen Durchschnitt gesehen hast Du mit einem Aussenklimastall wahrscheinlich den grössten Erfolg, da hier der Keimdruck geringer und die Luftqualität besser ist als in einem geschlossenen Stall oder gar in einem Kälberabteil direkt im Kuhstall. 

Bild: www.zweiaufreisen.com

Kälbersignale zur Haltung im geschlossenen Stall

Solange die Kälber in diesen Ställen gesund sind, muss man an solchen Haltungsbedingungen nicht unbedingt etwas ändern. 

Kälberbox im Kuhstall

Bild: N. Beetschen

Gruppenhaltung auf Stroh

Bild: A. Bodenmann

Wenn Probleme mit der Tiergesundheit auftreten – welche Stellschrauben könnte man bei dieser Kälberhaltung optimieren?

Einzelhaltung?

In den ersten beiden Lebenswochen vermeidet die Aufstallung Deiner Kälber in Einzelboxen oder Iglus eine Infektion durch Tier-Tier-Kontakte und vermindert den Infektionsdruck. Sozialkontakte der Kälber untereinander sind allerdings nicht möglich, was ihren Stress und ihre Krankheitsanfälligkeit wiederum erhöhen kann. Die Einzelhaltung auch in den ersten Lebenstagen wird daher zunehmend kritisch gesehen. Vielleicht kannst Du zwei etwa gleich schwere Kälber gemeinsam in einem Iglu unterbringen?

Bild: S. Salm

Kälbersignale zur Einzel- oder Gruppenhaltung

Die Haltung in Einzeliglus ist in der Schweiz nur noch bis zum 14. Lebenstag erlaubt. Hier steht der Gesichtspunkt der Infektionsprophylaxe im Vordergrund. Experten für Kälbergesundheit empfehlen daher auch Abstand zwischen den Iglus einzuhalten. Verhaltensforscher plädieren dagegen für die Gruppenhaltung von klein an. Ein Zwiespalt, den jeder Betrieb für sich und seine Prioritäten lösen muss.

Einzeliglus in Reihe

Bild: Swissgenetics

Gruppenhaltung von klein an

Bild: R. auf der Mauer

Vor Wetter schützen

Entscheidest Du Dich dafür, Deine Kälber im Freien aufzustallen, musst Du ihnen den bestmöglichen Schutz vor Hitze, Kälte, Wind und Regen bieten.
Das heisst: Du musst Deine Iglus sorgsam platzieren und nicht einfach nur dort aufstellen, wo gerade eine freie Stelle auf dem Hof ist. Die Faustregeln für eine erfolgreiche Igluhaltung sind:

  • Aufstellen des Iglu im Schatten oder einen überdachten Bereich
  • Weisse, helle Iglus verwenden – sie erhitzen sich weniger stark durch die Sonne als dunkle
  • Im Sommer den Iglu-Eingang in Richtung Nord bis Nordost ausrichten, so wird das Iglu weniger erwärmt
  • Die offene Seite darf aber auch auf keinen Fall der Wetterseite zugewandt sein
  • Die Lüftungsöffnungen am Iglu müssen offen sein
  • Die Kälber müssen stets ausreichend frisches Wasser zur Verfügung haben
Bild: Swissgenetics

Kälbersignale zur Igluhaltung

Neugeborenes im Iglu

Bild: Swissgenetics

Kälberiglu feuchte Einstreu

Bild: Swissgenetics

Kälberiglus unter dem Vordach

Bild: www.zweiaufreisen.com

Durchfallspuren bei einem Kalb

Bild: Swissgenetics

Milchtränke im Tiefschnee

Bild: B. Rüegg

Kälberdecke

Bild: www.zweiaufreisen.com

Bedürfnisse abdecken

In der Tierhaltung wird zwischen Bedarf und Bedürfnissen unterschieden. Lebensnotwendiges fällt unter Bedarf: Futter, Wasser, Milch.  Bedürfnisse zu befriedigen ist dagegen wichtig, damit kein Stress entsteht und keine Verhaltensstörungen auftreten: Saugbedürfnis, Sozialkontakte, Bewegungsdrang, Spiel- und Erkundungsverhalten etc.

Kälbersignale zum lebenserhaltenden Bedarf

Verfügbares Futter

Bild: Swissgenetics

Kraftfutter für Kälber

Bild: Swissgenetics

Verfügbares Wasser

Bild: Swissgenetics

Kälbersignale zu den Bedürfnissen von Kälbern

Bewegungsdrang

Bild: R. Limacher

Kalb auf der Weide

Bild: Swissgenetics

Auslauf unter Dach

Bild: Swissgenetics

Beschäftigung im Kälberstall

Bild: Swissgenetics

Im warmen Stroh

Bild: F. Müller

Kuschelnde Kälber

Bild: D. Bachmann

Saugendes Kalb

Bild: Swissgenetics

Speichelbildung beim Saugen

Bild: Swissgenetics

Kälber Ringelreihen

Bild: D. Küng