Befruchtung
Der Fitteste gewinnt
Sobald die Eizelle nach dem Eisprung im Eileiter angekommen ist, lösen sich die Samenzellen aus dem Spermienreservoir. Sie schwimmen Eileiter-aufwärts, bis sie in der Eileiter-Ampulle auf die Eizelle und deren Schutzwall aus Versorgungszellen (Cumuluszellen) treffen.
Durch die Cumulus-Zellen
Die Spermien müssen aktiv den klebrigen Zellverband durchschwimmen, bis sie auf die harte Oberfläche der zweiteiligen Eizellwand stossen.
Passende Bindungsstelle
Ein Identifikations-Code aus Zucker- und Eiweissmolekülen gewährleistet, dass nur Spermien der selben Tierart an eine Eizelle binden können.
Punktuelle Auflösung
Stimmt der Code überein, setzt das Spermium Verdauungssäfte (Hyaluronidase) frei (Akrosomen-Reaktion). Diese lösen die äussere Hülle (Zona pellucida) der Eizelle punktuell auf.
Durch die äussere Wand
Angetrieben von ihren Schwänzchen können die Spermien nun die äussere Zellwand der Eizelle durchdringen.
Alles dicht
Sobald das erste Spermium die weiche innere Wand der Eizelle erreicht, verhärtet diese sich blitzartig. Für alle anderen Spermien ist sie jetzt verriegelt. (Polyspermie-Block)
Nur einer am Ziel
Dadurch können niemals mehrere Samenzellen dieselbe Eizelle befruchten, wodurch ein nicht-lebensfähiger Embryo entstünde.
Verschmolzene Hüllen
Das Siegerspermium verschmilzt nun mit der Eizellhülle und setzt sein Erbgut frei.
Neues Individuum
Das Erbgut des Vaters im Spermium und das Erbgut der Mutter in der Eizelle bildet eine neue, individuelle Kombination der Erbinformationen.
Ein Wunder?
Neues Leben ist entstanden. Wenn alles gut verläuft, kommt ca. neun Monate später ein Kalb zur Welt.
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