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Kuhsignal – Schleimabgang vor der Geburt
Geburtsvorbereitung|17.10.2025

Kuhsignal – Schleimabgang vor der Geburt

Bildbeschreibung und Interpretation

Am Schwanz einer schwarzen Kuh klebt ein zäher Schleimfaden. Er ist gelblich und mit Kotresten durchzogen. Das zeigt, dass er schon vor längerer Zeit ausgestossen wurde. Der Schleim sieht anders aus als Brunstschleim, der glasklar und weniger fest ist.

Bild: Swissgenetics / jbg

Ursachen

Während der Trächtigkeit verschliesst ein zäher Schleimpfropf den Muttermund und den Gebärmutterhals (Cervix). Er schützt damit den Föten vor Keimen von aussen. Seine honigartige Konsistenz ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Kuh tragend ist. Kommt die Geburt in Gang, lockert sich das Bindegewebe der Geburtswege. Sie werden weicher und weiten sich, damit das Kalb geboren werden kann. Im Zuge dieser Aufweitung geht der Schleimpfropf meist einige Tage vor der Geburt ab. Da er klebrig ist, bleibt der Schleim oft am Schwanz der Kuh hängen.

Ziel

Eine komplikationslose Geburt, die in den nächsten Tagen bevorsteht.

Massnahmen

Die körperlichen Veränderungen der Kuh deuten darauf hin, dass die Geburt ihres Kalbs in Gang gesetzt wurde. Es ist Zeit, die Kuh in den Abkalbebereich zu verbringen und die Geburtsüberwachung zu beginnen.

Weitere Anzeichen einer bevorstehenden Geburt

  • „Fluss“ am Euter, das mit der Produktion von Biestmilch beginnt.
  • Eingefallene Beckenbänder
  • Eine weiche Schwanzspitze
  • Ödematisierung der Scham
  • Der häufige Gebrauch der Kuhbürste
  • Unruhe
  • Rückgang der Futteraufnahme und des Wiederkauens
  • Gefüllte Zitzen
  • Breitbeiniger Gang
  • Ein abgehaltener Schwanz