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Kuhsignal – Nabelbruch
Kälbergesundheit|04.11.2025

Kuhsignal – Nabelbruch

Problematik/Bildaussage

Der Nabel dieses Kalbes ist faustgross vergrössert.

Bild: Swissgenetics

Was funktioniert (nicht)?

Der Nabel dieses Kalbs scheint verdickt zu sein. Sein weicher Inhalt kann aber in den Bauchraum zurückgeschoben werden. Das Kalb ist ansonsten von gutem Allgemeinzustand. Es handelt es sich um einen Nabelbruch. Die muskuläre Bauchdecke hat sich in der Region des Nabels während der Entwicklung des Kalbs nicht verschlossen. Durch die sogenannte Bruchpforte kann Bauchfell und im Extremfall Dünndarm aus dem Bauchraum in den Bruchsack aus Haut herausfallen.
Achtung! Klemmt es diese Darmschlingen ein, kann das betroffene Kalb starke Kolik und einen Darmverschluss bekommen.

Übrigens: Nabelabszesse sehen auf den ersten Blick ähnlich aus. Sie sind aber schmerzhaft und lassen sich nicht verschieben.

Ursachen

Nabelbrüche sind erblich – vermutlich werden sie sogar dominant vererbt. Gelegentlich entstehen sie aber auch nach einer durchgemachten Nabelinfektion.

Ziel

Keine Kälber mit Nabelbrüchen mehr.

Massnahmen

Notieren, dass es sich um ein Kalb mit Nabelbruch handelt. Betroffene Tiere von der Zucht ausschliessen. Hochleistungstiere mit einem Fleischrassenstier belegen, um Nachzucht zu vermeiden.
Grosse Nabelbrüche chirurgisch verschliessen lassen, damit keine Darmschlingen vorfallen können.