Home>News>
Aufzucht von Kälbern und Rindern
Neugeborene Kälber|01.11.2025

Aufzucht von Kälbern und Rindern

Ziel jeder Aufzucht sind gesunde, gut konditionierte Tiere, die ihrem Potenzial entsprechend vom Kostenfaktor zum Produktionsfaktor auf dem Betrieb werden. Die Aufzucht gliedert sich in zwei Phasen, eine erste während der Du dem Kalb Milch vertränkst (Kälberaufzucht) und eine zweite nach dem Absetzen (Rinderaufzucht).

Die erfolgreiche Kälberaufzucht

Eine erfolgreiche Kälberaufzucht beginnt mit der problemlosen Geburt des Kalbs und wird fortgeführt, indem Du:

  • deine Kälber in den ersten Lebensstunden gut mit Biestmilch versorgst,
  • sie in den ersten Lebenswochen mit ausreichend Milch tränkst,
  • für eine frühzeitige Aufnahme von Kraft- und Grundfutter sorgst und
  • ihnen einen ständigen Zugang zu Wasser ermöglichst,
  • sie in einem kälbergerechten, luftigen und sauberen Stall unterbringst
  • sie vor Krankheiten schützt.
Bild: Swissgenetics / jbg

Biestmilchgabe

Bild: Swissgenetics / sbu

Zwei Liter Biestmilch in den ersten zwei Lebensstunden. 

Igluhaltung

Bild: Swissgenetics / sbu

Bei der Igluhaltung sollten Wasserzugang, Sichtkontakt und trockene Einstreu gewährleistet sein.

Nuggi

Bild: Swissgenetics / jbg

Idealerweise hat aus hygienischen Gründen jedes Kalb seinen eigene Nuggi, der täglich ausgekocht wird. 

Kraftfutter

Bild: Swissgenetics / sbu

Die frühe Gabe von Kraftfutter fördert die Vormagenentwicklung. 

Heu

Bild: Swissgenetics / lvt

Heu steht dem Kalb als Wiederkäuer von Anfang an zu Verfügung. 

Netzmagen / Pansenschleimhaut

Bild: Swissgenetics

Abbildung von der Netzmagen- links und Pansenschleimhaut eines Kalbes. Die Pansenzotten sind noch nicht ausgebildet. Die entwickeln sich mit Heu und Kraftfutter. 

Wasser

Bild: Swissgenetics / lvt

Sauberes Wasser steht dem Kalb vom 1. Lebenstag zur Verfügung. 

Durchfall Kalb

Bild: Dr. Ch. Wenzel

Kälberkrankheiten vermeiden.

Die erfolgreiche Rinderaufzucht

Mit dem Absetzen der Milch wird Dein Kalb per definitionem zu einem Rind. Das geht so lange weiter bis das Rind zum ersten Mal abkalbt. International wird dabei eine immer kürzere Aufzuchtsphase (< 24 Monate) angestrebt. Denn mit jedem gesparten Aufzuchttag verringern sich Deine Kosten – Du kannst früher einen Milcherlös erzielen.

Eine intensive Rinderaufzucht gelingt aber nur, wenn die Bedingungen auf Deinem Betrieb dafür gegeben sind. Du kannst diese jedoch optimieren, indem Du:

  • die Rinder in zwei Phasen fütterst
  • das Wachstum und die Entwicklung regelmässig kontrollierst
  • die Erstbesamung richtig terminierst
  • die tragenden Rinder gezielt fütterst und rechtzeitig in die Herde integrierst.
Bild: Swissgenetics / avb

Futter

Bild: Swissgenetics / jbg

Auch den Rindern steht nur qualitativ einwandfreies Futter vorgelegt. 

Bewegung

Bild: Swissgenetics / lvt

Rinder entwickeln sich besser, wenn sie sich auf der Weide bewegen können. 

Körpergewicht

Bild: Swissgenetics / jbg

Das Körpergewicht kann mittels speziellem Messband ermittelt werden.

Besamung

Bild: Swissgenetics

Rinder können gut mit ca. 15 Monaten besamt werden. Das ist wirtschaftlich interessant und die Tiere verfetten weniger.