Samenhandling
Die korrekte Samenbehandlung vor, während und nach dem Auftauen ist für einen guten Besamungserfolg sehr wichtig! Du kannst hier viele Details gut oder weniger gut handhaben. Alle zusammen tragen wesentlich zu Deinem Besamungserfolg bei.
Entnahme der Samendose aus dem Container
Entnahme der Samendose aus dem Container. Nimm nie Samendosen (auch Pailletten genannt) aus dem Containerhals an die Luft, nur um zu schauen, von welchem Stier sie sind. Fasse die Dose schon gar nicht mit Deinen Fingern an! Das führt nämlich zu starken Temperaturschwankungen und diese sind sehr schädlich für die Samendose, weil sich bei Temperaturschwankungen rasch Kristalle bilden, die die Samenzellen zerstören.
Falsche Entnahme der Paillette aus dem Container
Ziehe das Goblet mit den Samendosen darin nie so hoch aus dem Containerhals an die Luft. Das beschädigt die Samendosen stark.
Inventarliste
Die aktuelle Inventarliste verhindert ein langes Suchen im Kanister.
Container
Entnahme der Samendose tief im Containerhals.
Pinzette
Entnahme konsequent nur mit der Pinzette.
Auftauen der Samendose
- Tauche die ausgewählte Samendose sofort vollständig in das vorbereitete Wasserbad (sauberes Wasser von 38 °C).
- Sie wird dort mind. 25 Sek belassen, was Du mit dem Timer leicht kontrollieren kannst.
- Unterdessen reibe das Besamungsinstrument (auch Pistole oder Katheter genannt) in der oberen Hälfte mit trockenem, sauberen Papier, damit es warm ist, wenn Du die Samendose reinschiebst.
- Danach nimmst Du die Samendose aus dem Wasser und trocknest sie sorgfältig mit Papier ab.
- Jetzt kontrollierst Du die Richtigkeit der Samendose bzw. die Identität des Stiers und führst sie rasch ins warme Besamungsinstrument ein.
Meke: Lege Dir das benötigte Material immer bereit, mache es immer gleich und trotzdem immer sorgfältig.
Material
Lege Dir das Material vor jeder Besamung bereit.
Auftauen
Auftauen der Samendose im Wasserbad von 38 Grad Celsius.
Timer
Die Samendose verbleibt 25Sek im Wasserbad.
Vorwärmen
Während der 25 Sekunden kann das Instrument durch Reibung mit Papier vorgewärmt werden.
Trocknen und Kontrolle
Die Samendose wird sorgfältig mit Papier getrocknet und die Stieridentität wird kontrolliert.
Laden des Besamungsinstruments
- Die Samendose führst Du in das Besamungsinstrument mit dem Wattepfropfen voran ein. Berühre danach das Ende der Samendose und die Spitze des Instruments nicht mehr.
- Jetzt schneidest Du die Samendose im rechten Winkel zur Längsachse mit einer sauberen Schere auf.
- Die Besamungshülle ziehst Du über das Instrument, so dass das Ende der Samenndose gut verankert ist und kein Samen zurücklaufen kann. Auch die obere Hälfte der Besamungshülle berührst Du nicht mehr.
- Wichtig ist, dass Du eine Funktionskontrolle der Samendose machst: Stosse dafür den Stempel des Instrumentes bis zum Erscheinen des ersten Samentropfens vorsichtig nach vorne.
- Das geladene Besamungsinstrument verpackst Du nun rasch in einen bereit gelegten Handschuh und transportierst es zwischen Rücken und Kleider körperwarm und geschützt zum zu besamenden Tier. So kommt es zu so wenig Temperaturschwankungen an der Samendose als möglich.
Einführung Samendose
Einführen der Samendose in das Besamungsinstrument.
Abschneiden
Abschneiden des oberen Endes der Samendose im rechten Winkel mit einer sauberen Schere.
Überzugshülle
Überzugshülle über Besamungsinstrument ziehen. Vorne nicht mehr anfassen.
Überzugshülle verankern
Durch Klick Überzugshülle verankern.
Kontrolle
Kontrolle, ob die Paillette nicht leer ist. Ein Tröpfchen erscheint.
Handschuh
Besamungsinstrument in Handschuh verpacken.
Transport
Besamungsinstrument im Handschuh am Rücken körperwarm zur Kuh transportieren
Wichtig: Hygiene – Temperatur – Zeit
Das wichtigste beim Umgang mit der Samendose ist, dass Du so sauber als möglich arbeitest und Temperaturschwankungen gering hältst, um damit die Samenqualität nicht zu beeinträchtigen. Das erreichst Du erwiesenermaßen mit den vielen oben aufgeführen Massnahmen wie die Samenentnahme mit der Pinzette tief im Containerhals, das Einhalten der genauen Auftauzeit mittels Timer und der Auftautemperatur von 38°C, das Vorwärmen des Besamungsinstrumentes mit sauberen Papier und das Transportieren des Instruments bis zur Kuh am Rücken in einem sauberen Handschuh. Entwickle eine professionelle Routine.
Film – Samenhandling
Korrekte Samenbehandlung vor, während und nach dem Auftauen ist entscheidend für den Besamungserfolg und zeigt, wie Details die Fruchtbarkeit beeinflussen.
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