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Fliegenschutz durch Ohrmarken
Biosicherheit|11.02.2026

Fliegenschutz durch Ohrmarken

Desintec InsektEx Ear Tag bieten einen dauerhaften Schutz vor lästigen Insekten auf der Weide.

Shania Voumard, Hoflieferprodukte

Die Ohrmarken Desintec InsektEx Ear Tag schützen Kälber, Rinder, Kühe und Stiere vor Fliegen am Kopf und an den Augen sowie vor anderen Stechmücken und Kulikoiden auf der Weide. Sie schützen insbesondere den Kopf der Tiere und dies während vier Monaten. Sie enthalten den Wirkstoff Cypermethrin 8 %.

Delta Lambda DEBBY, ausgestattet mit ihrem Halsband und einer Ohrmarke.
Bild: Swissgenetics

Erfahrungen eines Kunden

Im solothurnischen Härkingen konnten Klemens Jäggi und Samuel Keiser im letzten Jahr gute erste Erfahrungen mit den Swissgenetics-Ohrmarken gegen Fliegen machen. Ihre Betriebsgemeinschaft bewirtschaftet 75 Hektaren. Angebaut werden Silomais, Getreide und Zuckerrüben, der Rest sind Kunstwiesen, Weiden und Naturwiesen. Ihre Herde zählt ungefähr 75 Holstein- und Red Holstein-Kühe, die Industriemilch für Emmi produzieren. Die beiden Betriebsleiter arbeiten seit 18 Jahren zusammen. Unterstützt werden sie von ihren Ehefrauen und von zwei Lernenden.

V. l. n. r.: Samuel Keiser, Delta Lambada DEBBY, der Lernende David Walser und Klemens Jäggi
Bild: Swissgenetics

Jedes Jahr gehen ungefähr die Hälfte der 70 Aufzuchtrinder entweder zur Sömmerung in den Jura oder bereits Mitte April auf eine Weide im Talgebiet. Bevor sie Mitte April umziehen, werden sie mit einer Ohrmarke ausgerüstet, die entweder im Ohr oder auf der Innenseite eines Halsband oder Glockenriemens angebracht wird (um den Hautkontakt sicherzustellen). Aufzuchttiere, die auf dem Betrieb bleiben, und die Milchkühe werden nach Bedarf mit einem Pour-On-Insektizid gegen Mücken und Ungeziefer geschützt.

Biosicherheit

Insektenschutz ist auch ein wichtiger Beitrag zur Biosicherheit unserer Herden. Denn wichtige und zum Teil sehr gefährliche Krankheiten werden durch Fliegen oder Zecken auf Rinder übertragen – zum Beispiel:

  • Mastitiserreger (z.B. Staph. aureus), die über Fliegen von Euter zu Euter übertragen werden
  • Sommer- oder Weidemastitis (Trueperella pyogenes), die Stechmücken übertragen
  • Pink-Eye Augenentzündung (vgl. Gamsblindheit)
  • Virusinfektionen wie Blauzungenkrankheit oder Schmallenbergvirus
  • (Bakterielle) Infektionen wie Q-Fieber, Ehrlichiose oder Anaplasmose, die über Zecken übertragen werden

Der Direktverkäufer von Swissgenetics hat die Ohrmarken zum ersten Mal im Sommer 2024 verkauft. Mit diesen wurden dann die Tiere ausgestattet, um sie und ihre Euter vor Insekten, insbesondere vor den Stubenfliegen, zu schützen. Der Betrieb Jäggi-Keiser hat mit der Anwendung der Ohrmarken gute Erfahrungen gemacht. Sie konnten insbesondere die Probleme reduzieren, die sie im vorangegangenen Sommer mit den Eutern hatten. In diesem Jahr geht es auch darum, die Herde vor den Gnitzen im Zusammenhang mit der Blauzungenkrankheit zu schützen.

Praktische Informationen

Die Ohrmarken können direkt an den Ohren der Tiere angebracht werden. Eine genügt und sie kann am selben Ohr wie andere Ohrmarken platziert werden. Wir empfehlen die Verwendung der Zange «Caisley», aber auch andere sind geeignet. Die Ohrmarken des Vorjahrs können ganz leicht mit einer Zange entfernt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass es keine Absetzfrist für Milch und Fleisch gibt.

Anwendung der Zange.
Bild: Swissgenetics