Kuhsignal – Gedippte Zitze
Bildbeschreibung und Interpretation
Das Euter einer Holsteinkuh wurde von hinten fotografiert. Sie ist frisch gemolken. Der Landwirt hält in seiner rechten Hand einen Dippbecher, der mit jodhaltiger Desinfektionslösung gefüllt ist. Die rechte hintere Zitze der Kuh ist mit diesem Euterschutzmittel fast vollständig benetzt. Am blauen Dippbecher rinnt aussen etwas Jodlösung herunter.
Ursachen
Dieser Betrieb verwendet jodhaltiges Dippmittel nach dem Melken, um die Euter seiner Kühe zu schützen. Durch die Desinfektion wird das Eindringen von Keimen in den Strichkanal weitgehend verhindert.
Ziel
Gesunde Kühe, gesunde Euter
Massnahmen
Der Strichkanal hindert eigentlich Keime daran, in die Zitze und das Euter vorzudringen. Durch das Vakuum beim Maschinenmelken wird er allerdings aufgedehnt. Er bleibt auch noch einige Zeit hinterher geöffnet. Jetzt ist das Euter gegenüber Bakterien und anderen Erregern schutzlos. Ein Eintauchen der Zitzen in eine Desinfektionslösung tötet diese Keime ab und schützt somit das Euter. Wichtig ist dabei, dass die Zitze mindestens zu 2/3 benetzt wird. Dies gilt auch, wenn das Desinfektionsmittel nicht gedippt, sondern aufgesprüht wird.
Zitzen-Erkrankungen – eine Übersicht
Überblick über häufige Zitzenerkrankungen bei Kühen, ihre Ursachen, Risiken fürs Euter sowie Hinweise zu Pflege, Melkhygiene und Behandlung.
Zitzen liefern Feedback zur Melkarbeit
Der Zustand der Zitzen zeigt die Qualität der Melkarbeit, weist auf Fehler an der Melkanlage hin und hilft, Mastitis sowie Langzeitschäden zu vermeiden und Eutergesundheit zu sichern.
Kuhsignal – Raue Zitzenhaut
Raue, trockene Zitzenhaut erhöht das Risiko für Euterinfektionen. Pflege mit hautfreundlichen Dippmitteln und Cremes kann die Elastizität verbessern.
Antibiotika einsparen
Gezielter Antibiotikaeinsatz, bessere Stallhygiene und konsequente Prophylaxe senken Resistenzen, fördern Tiergesundheit und reduzieren belastete Milch.
