Leber und Stoffwechsel anregen
Ketose bei Milchkühen vorbeugen
Melanie Weber, Hoflieferprodukte
Das wichtigste und grösste Stoffwechselorgan der Milchkuh ist die Leber. Sie kommt zu Laktationsstart häufig an ihre Grenzen und dadurch steigt das Ketose-Risiko. Am besten lässt man es erst gar nicht so weit kommen und beugt vor.
Rund 30 % der Milchkühe leiden in der Frühlaktation an einer subklinischen Ketose, die ohne sichtbare Krankheitssymptome verläuft. Folgeerscheinungen, wie Leistungsrückgang oder Gesundheits- und Fruchtbarkeitsstörungen, verursachen schnell hohe Kosten.
Verringerung der Gefahr von Ketose mit Doppelschutz
Der Ketotop Bolus reduziert das Risiko einer Ketose. Das Kombiprodukt enthält einen weissen und einen roten Bolus, die zusammen als eine Dosis verabreicht werden. Das Bolus Duo unterstützt den Energiestoffwechsel und schützt die Leber.
Der weisse Bolus enthält schnell verfügbare Energie in Form von Natriumpropionat und Niacin, die zum besseren Schutz vor Ketose den Energie- und Fettstoffwechsel fördern. Der blutzuckeraufbauende und der Ketose entgegenwirkende Effekt ist innerhalb kürzester Zeit wirksam.
Der rote Bolus unterstützt die Leber und entlastet den Leberstoffwechsel. Deshalb sind diesem Bolus pansengeschütztes Cholin, Betain, DL-Methionin, Vitamin B2 und Vitamin B12 zugesetzt. Darüber hinaus enthält er einen Pflanzenkomplex aus Kurkuma, Fenchel, Boldo, Artischocke und Mariendistel, die einen hohen Anteil an Bitterstoffen enthalten und den Stoffwechsel der Leber anregen. Sie fördern zudem die Gallenproduktion und den Appetit.
Ketotop bietet durch die Kombination der beiden Boli eine genau aufeinander abgestimmte Ketose-Prophylaxe und erleichtert den Kühen den Start in die Laktation. Mit Ketotop haben Sie die Möglichkeit einer gezielten Verabreichung bei gefährdeten Tieren eine vorbeugende Massnahme zu treffen.
Folgende Tiere haben ein erhöhtes Ketoserisiko:
- verfettete Kühe, da sie besonders viel Körperfett einschmelzen können.
- Tiere, die aufgrund einer gestörten Nachgeburtsphase (Schwergeburten, Nachgeburtsverhalten, Milchfieber, Lahmheiten, Gebärmutterentzündung etc.) zu wenig fressen.
- Kühe mit Zwillingsträchtigkeiten, welche oftmals schon vor dem Abkalben eine reduzierte Futteraufnahme haben.
- Kühe mit weitem Fett-Eiweiss Verhältnis (>1.4) in der Milch zu Laktationsbeginn und gleichzeitig tiefem Eiweissgehalt. Sie haben bereits mit dem Abbau von Körperfett begonnen.
Ketose-Risiko senken
Ketotop-Boli unterstützen Energie- und Leberstoffwechsel von Milchkühen zum Laktationsstart, senken das Ketoserisiko und sichern eine verlustfreie Versorgung.
Eierstockzyklus II – Fruchtbarkeitsstörungen
Der Artikel erklärt häufige Fruchtbarkeitsstörungen bei Kühen, ihre hormonellen Ursachen im Eierstockzyklus und den Einfluss von Energiehaushalt, Haltung und Fütterung.
Ketose – Folgen und Prophylaxe
Eine subklinische Ketose bei Kühen verläuft oft unbemerkt, kann jedoch langfristig die Gesundheit und Produktivität durch Leber- und Fruchtbarkeitsprobleme beeinträchtigen.
Ketose - Diagnostik
Regelmässige Tests auf Ketonkörper helfen, subklinische Ketose bei Milchkühen rechtzeitig zu erkennen und Folgeschäden zu vermeiden.
