Embryonenübertragung
Embryotransfer aufs Empfängertier
Das Prinzip hinter dem Embryotransfer ist die Leihmutterschaft. Embryonen, die man durch Spülung von Spendertieren gewinnt oder die man im Labor erzeugt, werden auf passende Empfängerinnen übertragen. Wenn der Embryo anwächst und die Trächtigkeit gut verläuft, bringt das Empfängertier das Kalb ganz natürlich zur Welt.
Optiline macht Lieblingskühe
- Durchschnittlich rund 4 Embryonen
- Trächtigkeitsraten von 60 %
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Mehr Informationen zu den Tarifen und Kontaktdaten findest Du auf der Homepage von Swissgenetics.
Transfer in Pailletten
Embryonen werden nach konventionellen Spülungen und auch im IVP-Labor in Pailletten aufgezogen. Das sind die gleichen Plastikröhrchen, in denen auch Samendosen für die Besamung abgefüllt werden.
Frisch oder tiefgefroren
Die Embryonen werden entweder direkt im Anschluss an die Spülung auf die Empfängertiere übertragen oder sie werden im flüssigen Stickstoff eingefroren und dort gelagert.
Will man sie später einsetzen müssen sie in diesem Fall zuerst wieder aufgetaut werden.
Auftauen im Wasserbad
Tiefgefrorene Embryonen werden bei der Übertragung aus dem Stickstoffcontainer entnommen und im Wasserbad aufgetaut.
Einführen in Transfergerät
Nach dem Auftauen wird die Paillette am Plastikstopfen gehalten und in das Transfergerät hinein gesteckt.
Längeres Instrument
Das Transfergerät funktioniert wie ein Besamungsgerät. Es muss aber tiefer in die Gebärmutter eingeführt werden. Deshalb ist etwas länger und feiner als ein Besamungsgerät.
Plastikstopfen entfernen
Der Platikstopfen wird mit einer scharfen Schere aufgeschnitten, so dass sich die Paillette durch den Druck des Mandrains entleeren kann.
Spezielle Einmalhülle
Eine spezielle sterile Einmalhülle wird über das «geladene» Transfergerät gezogen. Sie ist vorne rund und durch Metall verstärkt. So lässt sie sich schonend durch die Zervix einführen.
Seitliche Löcher
An der Spitze der Hülle sind seitliche Löcher. Dort wird der Embryo in der Gebärmutterhornspitze aus der Paillette herausgedrückt.
Steriles Arbeiten
Über Transfergerät und Hülle wird noch ein zusätzlicher Schutz übergezogen. Diese Hülle ist vorne perforiert und wird im Muttermund durchstossen. So bleibt die Spitze des Transfergeräts steril.
Parat für den Transfer
Das für den Transfer vorbereitete Instrument besteht aus dem Transfergerät und seinem Mandrin selbst, der Paillette mit dem Embryo, der sterilen Einmalhülle und der Schutzhülle.
Übertragung am Tier
Der Embryo sollte so weit vorne wie möglich im Gebärmutterhorn des Empfängertiers deponiert werden. Man muss also mit dem Transfergerät tiefer in die Gebärmutter hinein als beim Besamen.
Nicht in der Brunst
Es ist wichtig, dass die Empfängerin im Moment der Übertragung im selben Zyklusstadium ist wie die Spenderin am Tag der Spülung. Sie sollte deshalb ca. eine Woche nach der letzten Brunst sein.
Funktionierender Gelbkörper
Es muss ein Gelbkörper auf dem Eierstock des Empfängertiers vorhanden sein, der Progesteron produziert – nur so kann der Embryo in dessen Gebärmutter heranwachsen.
Auf die Seite achten
Man legt den Embryo in der Seite der Gebärmutter ab, auf welcher der Eierstock den Gelbkörper trägt. Jede Empfängerin muss vor der Übertragung deshalb untersucht werden.
Verschlossener Weg
Zum Zeitpunkt der Übertragung sind Muttermund und Zervix beim Empfängertier fester geschlossen als bei einer Besamung, wenn sich diese während der Brunst öffnen.
Zyklusstand und Embryo
An welchem exakten Zyklustag der Empfängerin ein Embryo eingesetzt wird, hängt von dessen Entwicklungsstadium ab.
Morulae
Die meisten Embryonen aus Spülungen werden im Morula-Stadium eingefroren. Man überträgt diese dann am Zyklustag 6 bis 7.
Blastozysten
Manche Embryonen aus Spülungen sind bereits zur Blastozyste weiterentwickelt. Man überträgt diese am Zyklustag 7.
IVP-Embryonen
IVP-Embryonen gelten als etwas älter, da man sie erst als expandierte Blastozyste einfriert. Man überträgt sie daher ca. an Zyklustag 7 bis 8.
Ein gesundes Empfängertier
Nur Empfängerinnen mit besten Voraussetzungen ergeben gute Trächtigkeitsraten! Deshalb ist ein optimaler Entwicklungs- und Gesundheitszustand des vorgesehenen Empfängertiers für einen erfolgreichen Transfer entscheidend.
Empfehlungen für Rinder als Empfängerinnen
- Alter: zwischen 14 und maximal 20 Monate (nicht zu alt)
- Gute Entwicklung, BCS: 3.00
- Gesund und entwurmt
- Ausgewogene Ration inkl. Mineralstoff- und Viehsalzversorgung
- Fütterung einwandfreier, unverdorbener Futtermittel
Empfehlungen für Kühe als Empfängerinnen
- Nur, wenn nicht genügend Rinder zur Verfügung stehen
- Nur, wenn die Fruchtbarkeit im Betrieb im Allgemeinen gut ist
- Nur junge Tiere, keine Altkühe
- 80 bis 90 Tage in Laktation mit stabilem Stoffwechsel
- Laufender, regelmässiger Zyklus
Natürlicher oder synchronisierter Zyklus
Embryonen können nach einer natürlichen oder nach einer hormonell induzierten Brunst übertragen werden. Die Trächtigkeitsrate ist hier nicht unterschiedlich. Weltweit werden aus Gründen der besseren Planbarkeit wohl mehr Embryonen nach induzierter Brunst eingesetzt.
Brunsterkennung
Egal ob natürliche oder induzierte Brunst. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die Brunstbeobachtung. Nur wenn Du die Brunst der Empfängerin richtig, zeitnah und gründlich erkennst, hast Du mit Embryotransfer Erfolg. Der Betrieb hat also selbst einen grossen Einfluss auf das Transferergebnis.
Wer überträgt Embryonen?
Das Einsetzen von Embryonen ist in der Schweiz eine tierärztliche Aufgabe. Besamungstechniker*innen dürfen nach einer Weiterbildung ebenfalls Embryonen übertragen, wenn sie unter tierärztlicher Aufsicht stehen. Für die Weiterbildung sind mindestens zwei Jahre Berufserfahrung im Besamungsdienst vorausgesetzt. Ausserdem braucht es vor Aufnahme der Tätigkeit eine Meldung an den Kanton.
Empfängertiermanagement
Optimales Empfängermanagement für erfolgreiche Embryonenübertragung und gesunde Kalbsgenerationen.
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Die In-vitro-Produktion von Rinderembryonen braucht präzise Abläufe und Laborbedingungen. Mit ihr lässt sich wertvolle Genetik effizienter nutzen.
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