Besamung Verhalten Verhalten in der Vorbrunst In der Vorbrunst beginnt das Tier unruhig zu werden (Flehmen, Kopf auflegen). Brünstig werdende Tiere legen oft den Schwanz zur Seite, insbesondere, wenn sie von anderen Tieren beschnuppert werden. Für eine Besamung ist es zu früh, aber man muss gut beobachten! Verhalten in der Brunst Zu Brunstbeginn kann es rund um die brünstig werdende Kuh sehr unruhig werden. Besonders auf der Weide ist das gut sichtbar. Mitte der Brunst: Die Kuh duldet andere Kühe, wenn diese ihr aufspringen. Sie zeigt den Duldungsreflex. Für eine Besamung ist es noch zu früh! Aber die Kuh kann bereits beim Besamer angemeldet werden. Im Stall kann man hochbrünstige Tiere am stieren Blick, gestellten Ohren und durchgekrümmten Rücken manchmal gut erkennen. Verhalten in der Nachbrunst Jetzt is der ideale Besamungszeitpunkt! Das Tier wird wieder ruhiger und duldet andere Tiere nicht mehr beim Aufsprungversuch. Aber: Beim Abbluten ist es zu spät für die Besamung! Verhalten in der Zwischenbrunst In der Zwischenbrunst verhalten sich die Tiere unauffällig. 2-3 unruhige Phasen von einigen Stunden sind möglich. Eine Besamung macht hier keinen Sinn! Eierstock Eierstock in der Vorbrunst Der Gelbkörper bildet sich zurück. Das dominate Eibläschen hat einen Durchmesser von gut 1cm. Das Eibläschen ist glatt und prall („uhrglasartig“). Der Eierstock in der Brunst Das Eibläschen wächst in kurzer Zeit heran und ist prall. Der Gelbkörper von der letzten Brunst kann noch spürbar sein. Das Eibläschen erreicht einen Durchmesser von ca. 1.5 bis 2 cm und wird weicher. Jetzt hat das Eibläschen seine maximale Grösse erreicht. Kurz bevor es springt, wird es weich. Der Eierstock in der Nachbrunst Zu Beginn der Nachbrunst springt das Eibläschen. Das Eibläschen wird vom Eileitertrichter aufgefangen. Im Eileiter findet die Befruchtung durch den Samen statt. Der Eierstock in der Zwischenbrunst Der Gelbkörper hat oft eine Form wie ein Champagnerzapfen. Während eines Zyklus können sich 1-2 Eibläschen auf dem Eierstock an- und wieder zurückbilden. Der Gelbkörper bildet sich zurück, wenn von der nichtträchtigen Gebärmutter Prostaglandin gebildet wird. Gebärmutter & Scheide Gebärmutter u. Scheide in der Vorbrunst Die Spannung in der Gebärmuttermuskulatur nimmt zu. Der Muttermund beginnt sich zu öffnen. Die Scheidenschleimhaut wird wieder feucht und rötet sich. Gebärmutter u. Scheide in der Brunst Die Gebärmuttermuskulatur zieht sich in der Brunst maximal zusammen. Die Gebärmutter ist daher klein und fest. Die Schleimhaut in der Scheide erscheint blassrosa und feucht und der Muttermund kann deutlich offen sein. Fadenziehender klarer Schleim kommt aus der Scheide. Gebärmutter u. Scheide in der Nachbrunst Die Muskulatur der Gebärmutter entspannt sich. Das Abbluten kann als guter Anhaltspunkt auf dem Brunstkalender festgehalten werden. Die Schwellung der Schamlippen geht zurück. Gebärmutter u. Scheide in der Zwischenbrunst Die Muskulatur der Gebärmutter ist entspannt und wenig kontrahiert. Der Muttermund ist fest verschlossen und die Scheidenschleimhaut ist wenig feucht und blass. Die Schamlippen sind gefältelt. Hormone Hormone in der Vorbrunst Hormone aus dem Zwischenhirn (GnRH) und der Hirnanhangsdrüse (FSH) werden in die Blutbahn abgegeben. Das follikelstimulierende Hormon FSH bewirkt die letzte Reifung des dominanten Eibläschens. Das dominante Eibläschen produziert das Brunsthormon (Östrogen). Hormone in der Brunst Das Brunsthormon wird vom Eibläschen produziert. Das Brunsthormon ist verantwortlich für das typische Verhalten der Kuh in der Brunst und die sichtbaren Veränderungen am Geschlechtstrakt. Der Anstieg des luteinisierendem Hormons LH führt zum Eisprung am Ende der Hauptbrunst oder bereits zu Beginn der Nachbrunst. Hormone in der Nachbrunst Das luteinisierende Hormon bewirkt den Eisprung und die Bildung von Gelbkörpergewebe. Die Produktion vom Trächtigkeitshormon beginnt. Der Spiegel vom Brunsthormon ist wieder tief. Hormone in der Zwischenbrunst Der Gelbkörper bildet im Zyklus während ca. 14 Tagen das Trächtigkeitshormon Progesteron. Bei einer Trächtigkeit bildet die Gebärmutter dank Signal des Embryos um den 16. Zyklustag kein Prostaglandin F2alpha und der Gelbkörper bleibt bestehen. Ohne Befruchtung bildet die Gebärmutter Prostaglandin F2alpha, der Gelbkörper geht zu Grunde und ein neuer Zyklus beginnt. Bedienungsanleitung Vorbrunst Brunst Nachbrunst Zwischenbrunst