Kälberiglu – feuchte Einstreu

Bildbeschreibung und Interpretation

Ein neugeborenes Holstein-Kalb steht in einem Einzeliglu. Der Boden des Iglus und seines Auslaufs ist mit Stroh eingestreut. Es scheint regnerisches Wetter zu sein. Die Einstreu ist feucht.

Ursachen

Das Kälberiglu steht unüberdacht im Freien. Es ist deshalb dem Regen ausgesetzt. Vielleicht ist es noch ungünstig gegen den Wind ausgerichtet? Das würde erklären, warum auch die Einstreu innerhalb des Iglus feucht geworden ist. Feuchtes Stroh ist für Kälber unangenehm, ihr Fell wird nass. Sie haben Probleme ihre Körpertemperatur zu regulieren. Bei niedrigen Aussentemperaturen besteht das Risiko, dass die Kälber dadurch auskühlen. Sie werden anfälliger für Kälbergrippe und andere Infektionserreger. Kälber liegen auf feuchter Einstreu auch nur ungern ab.

Ziel

Ein gesundes Kalb, das sich in seinem Stall wohl fühlt.

Massnahme

Im Allgemeinen ist Kälberhaltung im Aussenklima für die Gesundheit der Tiere sehr förderlich. Es gibt in der frischen Luft weniger Schadgase und geringeren Keimdruck als wenn die Kälber zum Beispiel mit im Kuhstall untergebracht sind. Kälberiglus müssen allerdings so aufgestellt werden, dass sie auch bei «Sauwetter» trocken bleiben. Am besten funktioniert dies, wenn sie unter einem Vordach stehen oder eine eigene Überdachung haben. Wichtig ist auch, die offene Seite des Iglus aus der Windrichtung zu drehen.